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Draken: Here Be Draken (Review)
| Artist: | Draken |
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| Album: | Here Be Draken |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Stoner Rock |
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| Label: | Dark Essence Records | |
| Spieldauer: | 45:33 | |
| Erschienen: | 17.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die Norweger DRAKEN verteilen mit „Here Be DRAKEN“ eine Stoner Rock-Schelle, die sich gewaschen hat. Mit „The Great Deceiver“ geht das Trio gleich in die Vollen und präsentiert einen treibenden Rocker, der von grummelndem Bass, bis hin zu knurrigem Gesang alles bietet, was das Stoner-Herz begehrt.
„Jólablót“ bringt eine schroffe Note, speziell in puncto Gesang ein, die manche Referenz an alte MASTODON aufploppen lässt, zugleich aber derart dreckig und mit reichlich Druck groovt, dass die feingeistigen Gitarrenmelodien fast im Soundschlick untergehen könnten.
„Saturday Night Head Removal Extravaganza“ gibt sich augenzwinkernd punkig, ehe das Tempo gedrosselt wird und ein zäher Soundschlick den Hörer niederwalzt, nicht ohne manch gedehnte Doom-Referenz völlig außer Acht zu lassen.
Der Titeltrack steigert sich, von einem farbenfrohen Bassmotiv getragen, zu einem stoischen Brocken auf, der sich durch einen dezent verzweifelten Unterton in Sachen Melodie und Gesang auszeichnet und dabei mehr als einmal in Richtung Doom Metal schielt.
Erst mit „It Serves You Right“ folgt wieder ein marginaler Verweis auf klassischen Heavy Metal, der sich u.a. in der sehr melodischen Gitarrenarbeit zu Beginn des Stücks zu erkennen gibt. In seiner treibenden Energie erinnert das Stück ein ums andere Mal an die Brüder im Geiste von BOMBUS, ehe „Wrath“ diesen Referenzfaden aufnimmt und mit Tempo den Punk rauslässt (eine Disziplin, in der die Hummeln ebenso Meister ihres Fachs sind).
„Shirts of Black (F.O.A.D.)“ drückt ebenso rotzig aus den Boxen, wenngleich der Groove deutlich zäher und langsamer donnert. Speziell in den unheilvollen Orgelmomenten der Bridge schimmern in Sachen Stimmung auch einige CROWBAR-Ähnlichkeiten hervor, ehe „Of Demise and Men“ wieder etwas mehr Tempo mitbringt.
„Endtyme“ setzt dann vermehrt auf vertrackte Strukturen und entwickelt sich von einem bedacht melodischen Start (inklusive sehr schön klarem Gesang) hin zu einem Doom Metal-artigen Schleifer, der u.a. durch markante Bassarbeit einen brummenden Unterton verpasst bekommt. Der zweigeteilte Gesang (knurrendes Brummen und klare, leicht gepresste Höhen) tut sein Übriges und unterstreicht die fatalistische Atmosphäre des Stücks, ehe die finale „Shit Show“ das Tempo wieder anzieht und dabei bewusst schillernd ausfällt.
FAZIT: DRAKEN zeigen sich auf „Here Be DRAKEN“ eigenständig und eigenwillig, ohne allzu extravagant zu agieren. Ihr treibender Stoner Rock speist sich weniger aus bewusster Andersartigkeit als vielmehr auf intuitiv-spritzige Kompositionen zu setzen, die manch andere Genrequerverweise nicht scheuen. Daraus ergeben sich einige sichere Ohrwürmer, die der durchgängigen Stimmung des Albums gut tun und den ursprünglichen Heavy Metal-Geist, der auch diesem Genre innewohnt, immer mal erkennen lassen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Great Deceiver
- Jólablót
- Saturday Night Head Removal Extravaganza
- Here Be Dragons
- Crimson Sun
- It Serves You Right
- Wrath
- Shirts of Black (F.O.A.D.)
- Of Demise and Men
- Endtyme
- Shit Show
- Bass - Hallvard Gaardløs
- Gesang - Even Helte Hermansen, Hallvard Gaardløs
- Gitarre - Even Helte Hermansen
- Keys - Even Helte Hermansen
- Schlagzeug - André Drage Haraldsen
- Here Be Draken (2026) - 12/15 Punkten
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